Fakten

Grenzen: Biesdorf wird in etwa begrenzt durch: Im Norden die Elisabethstraße, im Osten die Wuhle, im Süden die Grenze zum Bezirk Treptow-Köpenick, im Westen das Bahngelände (ehem. Rangierbahnhof Wuhlheide) und Märkische Alle/Alle der Kosmonauten.

Einwohner: 26.312 (30.06.2016)

Erste urkundliche Erwähnung: 1375 als „Bysterstorff“ bzw. „Bisterstorff“ im Landbuch Kaiser Karls IV.

Empfehlungen

Schloss Biesdorf, am 9. September 2016 nach aufwändiger Rekonstruktion wiedereröffnet als „Zentrum für Kunst und öffentlichen Raum“ mit wechselnden Ausstellungen und einem Café, und der dazu gehörige Schlosspark, gestaltet durch den Gartenarchitekten Brodersen.

Das Wuhletal bildet zwischen Kienberg im Norden und der Grenze zum Bezirk Köpenick den landschaftlich schönen östlichen Rand des Ortsteils Biesdorf. Der ca. 15 km lange Wuhletal-Wanderweg zwischen Ahrensfelde und der Mündung der Wuhle in die Spree in Köpenick ist beliebt bei Spaziergängern, Wanderern und Radfahrern.

Biesdorfer Höhe, ursprünglich eiszeitliche Erhebung, die nach dem 2. Weltkrieg mit Trümmerschutt von 46 auf 82 m „aufgestockt“ wurde und heute beliebtes Naherholungsgebiet der Biesdorfer ist.

Ortsteil Biesdorf


Biesdorf gehört mit Kaulsdorf und Mahlsdorf zum größten zusammenhängenden Siedlungsgebiet Deutschlands. Entsprechend ist der Charakter des Ortsteils durch Einfamilienhäuser geprägt. Die lockere Siedlungsstruktur wird durch Zuzug und Neubau in den letzten Jahren ständig verdichtet.
Die verkehrliche Anbindung erfolgt über die S-Bahn (Bahnhof Biesdorf), die U-Bahn (Bahnhof Biesdorf Süd, Elsterwerdaer Platz) und diverse Buslinien.
In Biesdorf befindet sich das hochmodern ausgebaute Unfallkrankenhaus Berlin.

Wichtige geschichtliche Daten

  • biesdorfer schloss1472 Belehnung der Gebrüder von Pfuehl mit dem Dorf Biesdorf
  • 1539 Reformation in Brandenburg, die Biesdorfer Kirche wird Mutterkirche für Kaulsdorf, später auch Mahlsdorf und Marzahn
  • 1653 und 1666 Kurfürst Friedrich Wilhelm erwirbt Biesdorf
  • 1868 Bau des „Biesdorfer Schlosses“ als Herrensitz der Gutsbesitzerfamilie von Rüxleben
  • 1920 Biesdorf wird nach Berlin eingemeindet, gehört zum Bezirk Lichtenberg
  • 1945 Nach der Befreiung vom Faschismus werden in Biesdorf zahlreiche Einfamilienhäuser beschlagnahmt und Funktionären zur Verfügung gestellt, darunter dem 1. Oberbürgermeister Berlins nach dem 2. Weltkrieg, Dr. Artur Werner
  • 1979 Biesdorf wird Teil des neuen Stadtbezirks Marzahn
  • 2001 Biesdorf wird Teil des Bezirks Marzahn-Hellersdorf

Wichtige Persönlichkeiten

unfallkrankenhaus

Werner von Siemens erwirbt 1878 die klassizistische Turmvilla („Schloss Biesdorf“) und lässt diese sanieren und erweitern

Dr. Arno Philipppstal, jüdischer Biesdorfer Arzt, von den Nazis am 21. März 1933 festgenommen und am 3. April 1933 an den Misshandlungen verstorben. Nach ihm ist ein Pflegeheim am Grabensprung in Biesdorf benannt.

Dr. Artur Werner, durch die Sowjetische Miltäradministration eingesetzter antifaschistischer Gesamtberliner Oberbürgermeister, amtierte 1945/46

Otto Nagel, Maler, lebte ab 1952 bis zu seinem Tode 1967 in Biesdorf. Nach ihm ist das dortige Otto-Nagel-Gymnasium benannt.

Kurt Julius Goldstein, Spanienkämpfer, Auschwitz-Überlebender, Journalist, lebte bis zu seinem Tode 2007 in Biesdorf. 2010 wurde in Hellersdorf ein Park nach ihm benannt.

Erich John, Gestalter der Weltzeituhr am Alexanderplatz

Die Schauspieler Hardy Krüger und Martin Flörchinger

Der Musiker Arndt Bause

Quellen: Berlin.de, Wikipedia

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