Gärten der Welt bekommen neue Tropenhalle für den balinesischen Garten

Die Gärten der Welt werden um eine weitere Attraktivität reicher: Der
„Balinesische Garten der drei Harmonien“ wird zu einer energieeffizienten
Tropenhalle mit rund 2.000 Quadratmetern erweitert. Zum symbolischen
Baubeginn stiegen auf der Baufläche vier Ballone in 14 Meter Höhe, um
den Umriss der zukünftigen Tropenhalle zu veranschaulichen.

Das neue Gebäude geht auf den Entwurf von Haas Architekten zurück und wird mit
einer Fläche von rund 2.000 Quadratmetern viermal so groß sein wie der bisherige
Balinesische Garten. Das innen liegende balinesische Dorf, das im Rahmen der
Städtepartnerschaft Berlin-Jakarta im Jahr 2003 entstand, rückt im Zuge der
Neugestaltung in das Zentrum der Anlage und wird damit nachhaltig gesichert.

Die Gesamtkosten der Tropenhalle betragen rund fünf Millionen Euro. Der Neubau der
Tropenhalle wird von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
unterstützt und mitfinanziert, die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und
Forschung stellt 80 Prozent der Mittel aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung
der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW)“ zur Verfügung. Die Tropenhalle entsteht im
Zuge der touristischen Weiterentwicklung der Gärten der Welt durch die Grün Berlin
GmbH und soll 2016 und damit auch rechtzeitig zur IGA Berlin 2017 fertiggestellt sein.

Das Dorf steht dann inmitten einer tropischen Landschaft, die nach Plänen des
Landschaftsarchitekturbüros Breimann und Bruun nachempfunden wird. Die
Vegetation wird an einen tropischen Regenwald erinnern und ebenso an balinesische
Kulturlandschaften. So werden beispielsweise Gräser gepflanzt, die wie Reisfelder
anmuten. Stark duftende Blüten, immergrüne Bäume und rankende Pflanzen sollen
den ganzjährigen Frühling auf Bali vermitteln.

Um die im Balinesischen Garten gewachsenen Pflanzen während der Bauzeit zu
schützen, wird ein warmes Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit erhalten. Dafür wird das
bestehende Gebäude erst überbaut und danach schrittweise zurückgebaut. Während der Ausbauarbeiten ist der bestehende Balinesische Garten für
Besucherinnen und Besucher der Gärten der Welt geschlossen. Eine Vorschau auf die
Tropenhalle mit dem erweiterten Garten können Interessierte bei einer Führung über
die Baustelle erhalten, die am Samstag, den 9. Mai 2015, um 15 Uhr stattfindet.

Balinesischer Garten

"Garten der drei Harmonien"  

Wie der Japanische "Garten des zusammenfließenden Wassers" und der Chinesische "Garten des wiedergewonnenen Mondes" gehört er zum Gesamtkonzept "Gärten der Welt", das seit dem Jahr 2000 schrittweise im Erholungspark Marzahn von der Grün Berlin GmbH verwirklicht wird.

Balinesischer Garten

Der "Garten der drei Harmonien" ist ein Beispiel für die Anordnung eines Wohnkomplexes im südlichen Bali. Eine Lehmziegelmauer grenzt die Wohnanlage von der Umgebung ab. Die Besucher betreten diesen privaten Bereich respektvoll durch ein Tor mit Namen Ankul angkul. Hier trifft man bereits auf die allgegenwärtige Dreiteilung, denn das Tor besteht aus dem Sockel mit den Stufen (= Fuß), der Tür aus Teakholz (= Körper) und dem mächtigen Dach mit Krone (=Kopf).

Balinesischer Garten-DetailDer Haus- oder Familientempel (Sanggah) besteht aus drei Schreinen. Das größte Gebäude der Wohnanlage ist ein Allzweckbau. Der Bale Dangin genannte überdachte Pavillon dient den unterschiedlichsten Beschäftigungen.

Den Garten bildet ein tropischer Urwald mit Pflanzen, die wir häufig als Zimmerpflanzen kennen. Zu den größten zählen die Baumfarne. Daneben gibt es viele unterschiedliche kleinere Farne, Blattpflanzen und Blütenpflanzen - vor allem eine große Anzahl verschiedener Orchideen-Arten. Unverzichtbarer Bestandteil des Balinesischen Gartens ist jedoch der heilige Frangipani-Baum - auch Tempel- oder Pagodenbaum genannt.

OrchideeOrchidee