Schlosspark Biesdorf

 

    Fontäne im Schlosspark Biesdorf. Der Park des Schlosses wurde von 1891 bis 1898 vergrößert und nach Plänen des Architekten Albert Brodersen im englischen Stil umgestaltet.

     


    Mit der S-Bahn in das "Werder des Ostens"!

    Diesen Spruch prägte vor fast 70 Jahren der Journalist Hansotto Löggow in seinem "Führer durch Biesdorf".

    Dieser Slogan hat bis heute nichts an Bedeutung verloren. Viele Städter zieht es nicht nur im Frühling zum Spaziergang in das aufblühende Biesdorf.

    Seit Pfingsten 1928 besteht für die allgemeine Öffentlichkeit auch die Möglichkeit, den schönen Schlosspark in Biesdorf zu durchqueren. Es lohnt sich immer wieder, durch diesen Park zu spazieren mit seinem wundervollen alten Baumbestand, mit seinen Wiesen, dem kleinen Teich (Bild oben), dem Eiskeller (Bild unten) und nicht zuletzt das Biesdorfer Schloss.

    Sehr viel wurde in den letzten Jahren für die Rekonstruktion des Parks getan aber leider fehlen immer noch die benötigten finanziellen Mittel für den Wiederaufbau des Schlosses. Wir können mit unseren Besuch demonstrieren, daß wir auf den Erhalt der für den Bezirk Marzahn absolut wichtigen Kultureinrichtung angewiesen sind. Das Biesdorfer Schloss hat eine langjährige Tradition als Kultureinrichtung. 

     


    Der in den letzten Jahren rekonstruierte frühere Eiskeller des Schlosses, der zur Aufbewahrung der Lebensmittel der Schlossbewohner diente.

     


    Das wiedererrichtete Teehaus im Schlosspark.

    Bilder vom Schloss

Vor der Einweihung

2. Bauabschnitt am Biesdorfer Schloss nähert sich seinem Ende

Die letzten Details für die Ostseite des Biesdorfer Wahrzeichens entstehen in einer kleinen Kunstgießerei in Schönermark bei Kyritz.

Aus alten Fotos der Sammlung von Karl-Heinz Gärtner und den Erfahrungen der Restauratoren der Steinbildhauerwerkstatt Hoferick in der Weißenseer Behaimstraße entstanden die Modelle für das Ziergitter an der Terrasse zum Park. Ende April wurden die ersten Arbeiten aus Bronze fertig.

Glühende Hitze herrscht in der kleinen Gießerei. Alle Fenster und Türen sind geschlossen, das muss so sein, denn die glühende Bronze würde sofort oxidieren erklärt Horst Borchardt.

Funken sprühen auf, als Horst Borchardt mit einem Gesellen zusammen die glühende Gießpfanne aus dem Ofen holt. Zwei Stunden hat es gedauert, bis aus den Bronze-Barren diese rote Glut wurde.

Schlagartige steigt die Temperatur, Asche und Staub wirbeln durch die Luft, bei 1200 Grad wird die Bronze für die Ziergitter am Schloss Biesdorf in die vorbereiteten Formen gegossen. 300 Kilo rotglühende Masse bewegen die beiden Männer an einem Kran durch die Halle.

Für zwei Gussformen reicht es nur, was sie in den vergangenen Stunden geschmolzen haben. Für ein Gitter von 1 Meter und 60 Zentimeter Länge müssen 18 Einzelteile gegossen werden.

Die längeren Gitter sind in 31 Teile zerlegt worden. Es dauert Stunden, bevor die Formen abgekühlt sind und die Stücke aus dem Sand herausgeklopft werden können.

Bei solchen feinen Arbeiten entsteht durch die vielen Luftkanüle sehr viel Abfall, nur ein kleiner Teil der 200 Kilogramm Bronze ist wirklich zu einem Schmuckstück geworden.

Aber die Reste werden beim nächsten Mal wieder eingeschmolzen. Es sind noch viele Arbeitsschritte notwendig, bevor ein fertiges Teil seine Reise nach Biesdorf antreten kann.

In den nächsten Tagen werden die Teile wieder zusammengesetzt und verschweißt. Die Kunstfertigkeit des Gießers besteht darin, dass die Schweißnähte so bearbeitet werden, dass sie anschliessend nicht mehr zu sehen sind.

Damit nähert sich der 2. Bauabschnitt am Biesdorfer Schloss seinem Ende. Der feierlichen Eröffnung der neuen Freitreppe zum Schlosspark steht nichts mehr im Wege. Zum Blütenfest am 8. Mai wird die Ostseite des Schlosses den Besuchern übergeben.