Achten Sie auf ihren "Drahtesel"!

 

Wenn Sie nicht schon stolzer Besitzer eines Fahrrades waren, so hat ihnen eventuell kürzlich der Weihnachtsmann eines beschert.
In der Regel werden diese oftmals teuren Stücke im Keller aufbewahrt. Kommt es dann zu einem Kellereinbruch und das Fahrrad wird entwendet, ist der Schaden bei einer bestehenden Hausratversicherung normalerweise abgedeckt.
Vorraussetzung ist, dass es sich um ihren zur Wohnung/Eigenheim gehörenden Keller handelt und dieser ordnungsgemäß verschlossen war.

Schon bei sogenannten Gemeinschafts- oder Fahrradkellern, dass heißt, mehrere Mieter haben zu diesem Raum Zugang, greift die Hausrat- oder Sachversicherung nicht.
Halten Sie aber diesebezueglich eine informative Rücksprache mit ihrer Versicherung.
Doch auch, wenn ihr Keller ordnungsgemäß verschlossen wird empfiehlt es sich, das Fahrrad, vor allem wenn es womöglich sehr teuer war, zusätzlich zu sichern.
Hier bietet der Fachhandel eine Vielzahl von Sicherungselementen an. Zu empfehlen sind z.B. Seil- oder Kettenschlösser, welche jedoch bei guter Qualität ihren Preis haben. Wenn Sie diese dann zusammen mit dem Fahrrad noch an einer stabilen Wandverankerung anschließen, haben Sie eigentlich alles getan, um es den Dieben so schwer wie möglich zu machen.

Noch wichtiger ist natürlich die Sicherung ihres Rades, wenn Sie mit diesem unterwegs sind und es z.B. vor einem Geschäft oder Bahnhof abstellen. Denn hier greift natürlich die Hausratversicherung nicht.

Suchen Sie also immer einen Gegenstand (Fahrradständer, Laternenpfahl usw.) an dem Sie das Fahrrad mit einem Seilschloss anschließen.
Eine absolute Sicherung gibt es natürlich nicht.

Wollen Sie ihren "Drahtesel" für solche Fälle zusätzlich versichern, müssen Sie bei ihrer Versicherung eine Fahrrad-Zusatzversicherung zur bestehenden Hausratversicherung abschließen.
Doch auch Fahrrad-Clubs bieten derartige Versicherungen an. Erkundigen Sie sich!

Besonders wichtig ist es, dass Sie von ihrem Fahrrad die Rahmennummer kennen, um somit die polizeiliche Fahndung nach einem Diebstahl zu ermöglichen. Die Nummer steht oftmals in einem Fahrradpass, welchen Sie beim Fahrradkauf im Fachhandel erhalten. Sollten Sie einen derartigen Pass nicht bekommen haben, so reicht es natürlich auch, wenn Sie die Rahmennummer, aber auch Typ, Farbe und technische Details auf einen Zettel notieren und diesen gut aufbewahren. Blanko-Pässe gibt es aber auch im Fachhandel.

Sollte ihr Fahrrad über keine Rahmennummer verf?gen, so können Sie sich selbst eine Zahl ausdenken (mindesten 6- 8-stellig; Buchstaben- und Zahlenkombination ist möglich) und diese in den Rahmen eingravieren oder einprägen (mit sogen. Schlagzahlen).
Auch derartige Rahmennummern sind dann fahndungsgeeignete Individualnummern.

Wenn Sie dann noch von ihrem Fahrrad ein Foto machen, haben Sie eigentlich alles getan, um der Polizei im Falle eines Diebstahls bei der Auffindung/Aufklärung helfen zu können.