Etwas über die "Maschen" von Trickdieben T1

Der falsche Polizeibeamte

Nicht selten geben sich Trickbetrüger als Polizisten aus. Sie treten alleine oder auch zu zweit auf.

Wieder suchen sich die Täter fast ausschließlich ältere Menschen aus.

Unter den verschiedensten Vorwänden und dem Vorzeigen von irgendwelchen Fantasie-Ausweisen verschaffen sich die falschen Polizisten Zugang zur Wohnung und entwenden dort in einem unbeobachteten Augenblick Wertgegenstände und Bargeld.

Bezüglich der Vorwände sind die Täter sehr einfallsreich. Bei nachfolgenden Äußerungen und Fragen sollten Sie misstrauisch werden:

  • "Bei ihnen soll gerade eingebrochen worden sein. Ist ihr Schmuck und Bargeld noch vorhanden? Zeigen sie es uns bitte."
  • "Bei ihrem Nachbar wurde gerade eingebrochen. Ist bei ihnen alles in Ordnung? Schauen sie doch mal nach ihrem Bargeld und Schmuck."
  • "Zur Zeit ist viel Falschgeld in Umlauf. Zeigen sie uns bitte ihr Bargeld. Wir wollen überprüfen, ob ihr Geld echt ist!"

Haben Sie dann die falschen Polizisten aufgrund des Vorwandes und ohne den Ausweis richtig zu kontrollieren in die Wohnung gelassen, ist es zu spät.

Jeder Polizeibeamte ist verpflichtet, sich bei seiner Amtsausübung ordnungsgemäß auszuweisen. Lassen Sie sich den Ausweis in jedem Fall zeigen. Öffnen Sie die Tür nur, wenn von innen eine Kette oder eine ähnliche Sicherheitsvorrichtung aktiviert ist. Verfügt ihre Tür noch nicht über derartiges, dann "rüsten" Sie schnellstens nach!

Wie sehen nun die echten Dienstausweise der Berliner Polizei aus?

Diese bestehen aus Plastik und haben die Größe einer Scheckkarte. Auf der Vorderseite befindet sich neben dem Passbild und Gültigkeitsdatum auch eine Polizeidienstausweisnummer. Der Berliner Polizeistern (Der Polizeipräsident in Berlin) ist natürlich auch vorhanden.

Ein Text weist darauf hin, dass der Beamte zu polizeilichen Amtshandlungen und zum Führen einer Schusswaffe berechtigt ist.

Auf der Rückseite befindet sich ein Magnetstreifen.

Bei den Beamten der Kriminalpolizei (Zivilkleidung) ist die Vorderseite rot. Unter der Ausweisnummer steht hier noch zusätzlich eine Kriminaldienstmarkennummer. Diese Nummer muss mit der Nummer auf der Zusätzlich mitgeführten "Kripo-Marke" übereinstimmen. Sie befindet sich auf der Markenrückseite. Lassen Sie sich also beides zeigen! Ausweis und Marke (aus Metall).

Die Beamten der Schutzpolizei (Uniformträger) haben grüne Ausweise. Achtung, Schutzpolizisten können ihren Dienst bei Erfordernis auch in ziviler Kleidung vollziehen!

Schauen Sie sich also die Ausweise gründlich und in Ruhe an!

Seien Sie immer schön misstrauisch!