Etwas über die "Maschen" von Trickdieben T2

Der Handwerker- und Notlagentrick

Hier geben sich der oder die Täter als Handwerker aus und bestärken diesen Eindruck noch mit entsprechender Arbeitskleidung (z.B. "Blaumann").
Der Täter gibt nicht selten vor, vom Vermieter beauftragt worden zu sein um:


- die Elektroanlage zu kontrollieren
- die Antennenanlage zu überprüfen
- die Wasser- und Heizungsanlage zu checken
- die Wohnung oder Teile davon (z.B. Fenster) zu vermessen

Eine beliebte Masche ist, dass in der darunter befindlichen Wohnung ein Wasserschaden an der Decke ist und die Ursache hier in der Wohnung wäre.

Wenn dem vermeintlichen Handwerker der Zutritt gewährt wird, hat das spätere Trickdiebstahlopfer schon verloren.

Es wird vom Täter abgelenkt (Täter bittet z.B. den Mieter den Wasserhahn im Badezimmer auf und zu zu drehen oder das Licht im Badezimmer an und aus zuschalten.) und dieser sucht dann in der Zwischenzeit in den anderen Räumen nach Bargeld und Wertgegenständen.

Bevor Sie einem Handwerker Zutritt zur Wohnung gewähren, lassen Sie sich den Betriebsausweis und den Reparaturauftrag zeigen. Zur Sicherheit rufen Sie den Vermieter an und fragen, ob dieser den Handwerker auch wirklich beauftragt hat. In der Regel werden Handwerkerbesuche auch vorher schriftlich (Aushang im Treppenhaus) angekündigt.


Ein wirklicher Handwerker wird für ihr Misstrauen Verständnis haben!

Der Notlagentrick:

Hier täuschen der oder die Täter eine Notlage vor und sind dabei ausgesprochen einfallsreich.
Bei nachfolgenden Bitten sollten Sie unbedingt misstrauisch werden:

  • Könnten Sie mir ein Glas Wasser geben damit ich meine Medikamente einnehmen kann?
  • Könnte ich bei ihnen das Milchfläschchen für mein Kleinkind (ein Kleinkind wird auch oftmals mitgeführt) aufwärmen?
  • Können Sie mich in die Wohnung lassen? Ich werde von jemandem verfolgt!


Immer wird der Täter versuchen, in ihre Wohnung zu gelangen, um dort Ausschau nach Wertgegenständen zu halten. Lassen Sie dieses nicht zu! Eine Türkette kann ihnen dabei helfen und ein Glas Wasser kann man auch durch den Türspalt reichen.

Lässt sich die Person nicht abweisen, dann alarmieren Sie eben die Polizei.

Seien Sie immer schön misstrauisch!