Etwas über die "Maschen" von Trickdieben T5

Trickdiebstahl in der Wohnung

Trickdiebe sind ein übles Volk!
Erst erschleichen sie sich unter einem Vorwand (Legende) das Vertrauen ihrer späteren Opfer, gelangen dann dadurch in deren Wohnung und stehlen danach oftmals die letzten Bargeldreserven (auch Schmuck u.a. Wertgegenstände) der völlig arglosen Mieter.

Seine Opfer sucht sich dieser Täterkreis fast ausschließlich unter hochbetagten, oft altersgebrechlichen Menschen, deren Altersdurchschnitt bei ca 80 Jahren liegt, aus.
Manchmal tappen auch jüngere Menschen in die Falle.

Seinen Anfang findet der Trickdiebstahl auf Straßen, in Geschäften oder Geldinstituten, wo die potentiellen Opfer besonders anhand ihrer körperlichen Verfassung durch die Täter ausgesucht und danach bis zur Wohnungs- bzw. Haustür verfolgt werden.
Dort sprechen sie dann ihre Opfer an und verschaffen sich mit den fantasiereichsten Legenden Zugang zur Wohnung.

Nicht selten ist es einfach das Hilfeangebot, die schweren Einkaufstaschen in die Wohnung zu tragen, und welcher ältere Mensch sagt da schon nein.

Sind der oder die Täter dann in der Wohnung, dann hat das Opfer schon verloren.
Während einer Ablenkung werden dann die Habseligkeiten entwendet.

über die gebräuchlichsten Legenden werden wir in den nächsten Monatstipps berichten. Die Fantasie der Täter kennt wirklich keine Grenzen und besonders keinerlei Skrupel!

Bezüglich des Täterkreises sei erwähnt, dass es sich nicht selten um "gewerbsmäßig" handelnde Serientäter handelt. Sie treten alleine aber auch bandenmäßig (teilweise Familienverband) in Aktion. Die Altersstruktur reicht vom Heranwachsenden bis hin zum 50-jährigen Täter.

Nicht selten handelt es sich um sogenannte "reisende Täter", welche oft einer ethnischen Minderheit angehören. Sie halten sich zur Begehung der Trickdiebstähle nur ein paar Tage in der Stadt auf und reisen dann zur nächsten.

Wie kann man sich nun vor diesem Täterkreis schützen?
Ein Allgemeinrezept gibt es natürlich nicht. Ein gesundes Misstrauen gegenüber Fremden, besonders wenn man alleine in der Wohnung ist, sollte immer vorherrschen. Halten Sie Ihre Wohnungstür geschlossen oder öffnen Sie diese nur, wenn z.B. eine Türkette vorgelegt ist. Lassen Sie am besten keine fremden Personen in die Wohnung!

Lieber einmal gegenüber einem wirklich ehrlichen Menschen unhöflich sein, als Opfer von gemeinen Trickdieben zu werden.

Sollte es dann doch passiert sein, dann alarmieren Sie sofort die Polizei (Tel. 110). Nehmen Sie in Ihrer Wohnung bis zum Eintreffen der Polizei keine Veränderungen vor. Oftmals ist eine Spurensuche (Fingerabdrücke) die einzigste Chance, um die Täter namhaft zu machen.

 Uns ist klar, dass diesen Beitrag nicht viele ältere Menschen via Internet lesen werden. Darum ist es um so wichtiger, dass Sie als jüngere Mitbürger diese Tipps an Ihre Eltern, Großeltern oder älteren Bekannten bzw. Hausbewohnern weitergeben.

 
Seien Sie immer schön misstrauisch!