FLEXIM unterstützt Jugendprojekt in Marzahn

Partnerschaft mit Kick entwickelt sich weiter

"Wenn die Not am höchsten, ist die Rettung am nächsten", heißt es in Bertolt Brechts Dreigroschenoper. Dasselbe Lied können nun auch Dr. Manuela Schmidt, Bezirksstadträtin für Jugend und Familie in Marzahn-Hellersdorf, und Dr. Heiner Brandi, Vorstandsmitglied im Verein für Sport und Jugendsozialarbeit, anstimmen. Bei Brecht ist es des Königs reitender Bote, der in letzter Sekunde den Gangster Mackie Messer vor dem sicheren Tod rettet. In der schnöden Wirklichkeit geht es um jugendliche Delinquenten, und als Retter in höchster Not muss FLEXIM GmbH einspringen.

Das Projekt "KICK - Sport gegen Jugenddelinquenz" in Marzahn, das vom Bezirk und der Sportjugend Berlin in Kooperation betrieben wird, stand unmittelbar vor dem Aus. Dem Bezirk fehlte das nötige Geld, und auch die Sportjugend konnte die zusätzlichen Mittel für die Betriebskosten nicht aufbringen. Was seit Jahren die Maxime der internationalen Umweltbewegung ist, gilt genauso für das Soziale: "Think global, act local." FLEXIM erfuhr von der Notlage und sagte spontan Hilfe zu. Am 21. Februar 2007 übergab Jens Hilpert, Geschäftsführer von FLEXIM, vor Ort in der Jugendeinrichtung Fichtelbergstraße 18 a den dringend benötigten Scheck.

KICK entstand Anfang der 90er-Jahre auf Anregung eines Berliner Polizeibeamten. Ziel von KICK ist es, der zunehmenden Gewaltbereitschaft und delinquenten Verhaltensweisen von Jugendlichen präventiv mit Sportangeboten und sozialpädagogischen Methoden entgegenzuwirken. Seit 1993 ist KICK auch in Marzahn vertreten. An die 80 Kinder und Jugendliche besuchen täglich die Einrichtung in der Fichtelbergstraße. Etwa 30 Prozent von ihnen sind straffällige Jugendliche, die von der Polizei auf freiwilliger Basis an KICK vermittelt werden. Der Klub und seine Sozialarbeiter bieten sinnvolle Freizeitgestaltung und praktische Lebenshilfe. Außer dem sportlichen Angebot stehen den Nutzern der Einrichtung eine Fahrradwerkstatt und ein Computerraum zur Verfügung. Zudem wird ein kostenloses Mittagessen angeboten.FLEXIM GmbH - Partnerschaft mit Jugendprojekt in Marzahn

Die unbürokratische Hilfe soll sich nicht nur auf das Zücken des Scheckhefts beschränken, gewollt ist vielmehr eine echte Partnerschaft. Der Sport bietet hinreichend Gelegenheit, dass sich Jugendliche und FLEXIM-Mitarbeiter einander näher kommen.

Die unbürokratische Hilfe soll sich nicht nur auf das Zücken des Scheckhefts beschränken, gewollt ist vielmehr eine echte Partnerschaft. Beste Gelegenheit, sich näher zu kommen, bietet der Sport. Und so sitzen Jugendliche und FLEXIM-Mitarbeiter regelmäßig in einem Boot und üben den gleichmäßigen Paddelschlag.

Linie7 wird weiter berichten.

Foto: FLEXIM GmbH